Mag. Horvath und Mag. Schleritzko hatten schon länger den Traum mit ihren Wahlpflichtfächern Informatik und Science am CanSat-Wettbewerb der ESERO teilzunehmen. Das Ziel bei dem Wettbewerb ist es, einen Satelliten in der Größe einer Getränkedose zu bauen, der in der Lage ist, auf seinem Fallschirmflug aus 500m Höhe verschiedene Messdaten zu erheben, diese Daten im Anschluss auszuwerten und zu präsentieren. 
Der Satellit muss neben einer bestimmten Größe auch ein spezifisches Gewicht und einen Fallschirm besitzen sowie als Primärmission vorgegebene Messdaten erheben (Temperatur, Luftdruck) und eine eigene wissenschaftliche Fragestellung als Sekundärmission durchführen. 

Heuer ist es Ihnen gelungen, die WPFs für den Wettbewerb zeitgerecht anzumelden und mit den Schüler:innen der Wahlpflichtfächer dieses große Projekt anzugehen. Als Sekundärmission sollten Infrarotaufnahmen der Umgebung gemacht, und so auf Grund der Rotverschiebung im Blattgrün auf die Pflanzengesundheit geschlossen werden.

Das Projekt startete zunächst etwas schleppend, da die Schüler:innen nicht ganz die gleiche Begeisterung wie die Lehrpersonen an den Tag legten, aber je näher der Termin des Raketenabschusses mit den Satelliten rückte, desto intensiver wurde daran gearbeitet. 

Besonderer Dank muss hier vor allem Prof. Horvath ausgedrückt werden, da er mit der Unterstützung bei der Programmierung zur Erhebung der Messdaten sowie der Kommunikation des Satelliten mit unserer Bodenstation und dem Drucken der Dose im 3D-Drucker das Projekt am Meisten vorangebracht hat. 

Leider konnten nur 6 Schüler:innen beim Abschuss der Rakete dabei sein – die Kosten für Übernachtung und Verpflegung in Linz wurden gänzlich von der ESERO getragen – und die Auswahl war nicht einfach. Es mussten Personen mit verschiedenen Skill-Sets gefunden werden, die jedwedes auftretende Problem vor Ort lösen konnten, d.h. Informatiker:innen, Techniker:innen, Fallschirmspezialist:innen, Datenanalyst:innen und Berichterstatter:innen. 

Das Team, das die Schule und das Schulprojekt vom 03. – 05.04. in Linz vertrat, waren Florian Herzfeld und Leonard Zarick aus der 8A (Programmierung), Konstantin Schmidt (7A, Technik), Thomas Loidelsbacher (7B, Fallschirm) sowie Rafaela Macedo und Elif Üstünel aus der 6B (Kommunikation und Analyse). 

Aber natürlich hat der Großteil der Schüler:innen der beiden Wahlpflichtfächer zum Erfolg des Projekts und der Möglichkeit der Teilnahme beigetragen. Sie standen auch für diese drei Tage remote zur Verfügung, damit alle allfälligen Probleme ad hoc gelöst werden könnten. 

Nach der Anreise am Mittwoch, 03.04.24, erfolgte die technische Abnahme durch das TU Space Team. Dabei wird der Satellit getestet und untersucht, ob er allen notwendigen Kriterien entspricht.
Vor Ort mussten wir noch den Fallschirm adaptieren (unser Satellit flog zu langsam) und zudem lies uns die Programmierung des Satelliten spontan im Stich. Kurzfristig sah es nicht gut aus für unseren Start. Jedoch dank der Hilfe des TU Space Teams konnte unser Satellit am Donnerstag doch in die Rakete eingebracht werden. 

Unser Satellit war am Donnerstag in der 2. Rakete und wurde korrekt auf fast 500m ausgeworfen. Leider konnten wir während des Fluges keine Verbindung mit dem Satelliten aufbauen und somit keine Messdaten erheben. In der anschließenden Analyse mussten wir feststellen, dass der Akku im Computer des Satelliten leider den Kontakt verloren hatte. Aber zumindest wissen wir, dass es nicht an der Programmierung oder dem Sender lag. 

Dafür hatte unser Fallschirm mit Abstand die schönste und exakteste Flugbahn. Wir ließen es uns daher nicht nehmen, unsere -wenn auch leider missglückte – Mission am Freitag zu präsentieren. Pokal gab es leider keinen, aber dafür eine Urkunde, sehr viel neues Wissen und die Motivation vielleicht im nächsten Jahr wieder dabei zu sein und aus den Fehlern zu lernen. Alles in allem war es ein großartiges Projekt, in das im Endeffekt alle gerne viel Arbeit gesteckt haben.

 

Unsere Sponsoren und Unterstützer:innen:

Hauptsponsor unserer Mission war die Firma Climed – Medizinische Produkte, welche uns den notwendigen Gesamtbetrag zur Gänze zur Verfügung stellte. 

Prof. Horvath spendete das PLA für die Dose und stellte uns verschiedene Leihgaben zur Verfügung. 
Die Firma lieblingsleiberl kam uns für unsere „Uniform“ preislich sehr entgegen.
Die Firma Bokehfilm unterstützte uns mit Kleinmaterial.